2011 2011 2011 Einbau duktiler Rammpfähle-2003 2003

Eisenbahnüberführung Lohrmannstraße in Dresden

Die bestehende siebengleisige Eisenbahnüberführung bei Bahnkilometer 57,823 mit eingleisigen Trogüberbauten aus Stahl und massiven Widerlagern stammte aus dem Jahr 1900 und wurde abgebrochen. Die alte EÜ hatte eine lichte Weite von ca. 17 Metern und eine lichte Höhe von ca. 4,4 m. Die überquerte Lohrmannstraße wurde zu jener Zeit von der Stadt Dresden ausgebaut, wobei die endgültige Fertigstellung für 2004 geplant war.

Die Ersatzkonstruktion wurde als zweifeldrige Stahlbetonplatte mit Stahlbetonwiderlagern als Winkelstützwand mit gleisparallelen Flügelwänden errichtet. Die Mittelstützung erfolgte auf einer Reihe Rundstützen mit Riegel, wobei die Überbauten keinen Mittelquerträger haben. Abweichend vom Entwurf wurden die Mittelstützen auf duktilen Rammpfählen mit Pfahlkopfbalken gegründet. Damit erreichte man eine setzungsarme Konstruktion und konnte den bestehenden Mischwasserkanal, der mit geringem Abstand parallel zur Stützenachse verläuft unverändert belassen.

Da der Streckenausbau auf vier Gleise erfolgte, wurden 5 Überbauten ausgeführt, der Überbau Nr. 4 nahm den Bahnsteig für die S-Bahn auf. Die Widerlager wurden flach gegründet, dazu wurde der Boden unter der alten Gründung bis zur Tiefe des tragfähigen Flusssandes ausgetauscht. Die Mittelstützenreihe wurden auf duktilen Rammpfählen gegründet. In die Widerlager wurden die Zugänge zum Bahnsteig integriert, auf der Dresdner Seite wurde zusätzlich ein triebwerksraumloser Aufzug angeordnet.

Bauzeit2003-2004
KonstruktionstypWIB-Zweifeld-Träger
Stützweite12,25m
Konstruktionshöhe1,41m
Brückenfläche
Baustoffe

Überbauten B35

Widerlager B25

BauherrDB Netz AG
BauausführungIbb-Ingenieur-, Brücken-, Tiefbau GmbH
Leistungen

Ausführungs- und Genehmigungsplanung

BearbeiterDipl.-Ing. R.Hänel