Drei Eisenbahnüberführungen über die Sebnitz

Die Eisenbahnüberführung wurde 1875 erstellt und bestand  aus einem eingleisigen, schweißeisernen Vollwandträger-Überbau mit offener Fahrbahn. Das Bauwerk überführte die Strecke Bautzen – Bad Schandau über die Sebnitz. Der Stahlüberbau war  in einem stark verschlissenen Zustand und  wies große Querschnittsschwächungen infolge Abrostungen an Vollwandträgern, Anschlüssen und Verbänden auf. Die Widerlager bestanden aus Natursteinmauerwerk aus Granit und Sandstein und waren  stellenweise durchfeuchtet.

Um die Tragfähigkeit der bestehenden Widerlager zu erhöhen, wurden diese durch Verpressarbeiten saniert. Der obere Teil im direkten Lasteinleitungsbereich  wurde durch eine neue Auflagerbank ersetzt, welche in der Betongüte C 20/25 ausgeführt wurde. Diese wurde mit einer Natursteinverblendung an den Bestand angepasst um den Forderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Die Lasteinleitung aus dem Überbau in die Auflagerbänke erfolgte beidseitig über Betongelenke. Die Höhe der Auflagerbänke beträgt 1,50m, um eine optimale Lastausbreitung bis zu Fuge Neubau – Bestand gewährleisten zu können. Zur Sicherung gegen das Klaffen der Fuge, wurden vertikale Verpresspfähle an der Rückseite der Auflagerbank eingebracht.

Bauzeit 2004
Konstruktionstyp Stahlbetonplatte mit Betongelenk
Stützweite 16,46m
Konstruktionshöhe 1,61m
Baustoffe C30/37
Bauherr DB Netz AG
Bauausführung Ibb Ingenieur-Brücken und Tiefbau GmbH
Leistungen

Ausführungs- und Genehmigungsplanung

Bearbeiter Dipl.-Ing M.Winkler